[BookClubFriday] Let's Bake

Die Bücherstunde geht in die zweite Runde! Nachdem euch Coco neulich schon What Katie ate ans Herz gelegt hat, möchte ich euch heute mal ein Backbuch vorstellen. Ihr wisst ja, dass wir beide eine ausgeprägte Backleidenschaft haben, und daher geht es natürlich auch nicht um irgendein x-beliebiges Backbuch - es muss schon etwas Außergewöhnliches sein, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen und Begeisterung zu entfachen. Die Bücher von Cynthia Barcomi tun das, und zwar jedes Mal aufs Neue. Wenn es ums Backen geht, ist Cynthia meine Ikone - eine wahre Baking Queen, wie sie oft genannt wird. Ihre Bücher haben mir gezeigt, dass amerikanisches Gebäck viel mehr sein kann als bunt und übertrieben süß. Nämlich vielseitig, elegant, raffiniert und unglaublich lecker!























Aufbau und Gestaltung

Das Buch ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Einleitend schreibt Cynthia einige inspirierende Zeilen über die Philosophie des Backens, daran schließt sich ein nützlicher kleiner Abschnitt an, in dem die Autorin "Everything About Baking" erklärt: von grundlegenden Regeln bis hin zu Insidertipps. Dann beginnt auch schon der Hauptteil des Buches. Die 70 Rezepte sind den 10 Kapiteln Muffins, Scones & Biscuits, Waffles & Pancakes, Coffee Cakes, Breads & Bagels, Cookies & Brownies, Pies & Variations, Cakes & Cheesecakes, Cupcakes & Whoopie Pies und Desserts zugeordnet. Zu jedem Rezept gibt es ein Foto, oft sogar ganzseitig, auf denen das Gebäck auf schnörkellos schöne Art und Weise in Szene gesetzt wurde. Einige der technisch anspruchsvolleren Rezepte sind sogar mit Step-by-Step Fotos bebildert. Unterbrochen werden die Rezeptkapitel durch zwei Doppelseiten, die Cynthia den beiden Städten gewidmet hat, die sie am meisten beeinflussen oder beeinflusst haben: Berlin und New York.

Rezepte

Wie ihr schon an den Kapiteln des Buches erkennen könnt, sind die Rezepte sehr vielfältig. Kaum eine Art von Gebäck wurde ausgelassen, man findet sowohl schnelle und einfache Rezepte wie Muffins, Cookies oder Waffeln als auch anspruchsvollere und zeitaufwendigere Kuchen, Torten, Brote und feines Gebäck. Die Anleitungen sind sehr detailliert - alles, was zum perfekten Gelingen eines Rezeptes erforderlich ist, wird ganz genau beschrieben. Wer sich präzise an die Rezepte hält, wird dementsprechend mit tollen Backerfolgen belohnt. Das macht Spaß und motiviert dazu, sich an schwierigere Rezepte heranzuwagen. Ich selbst habe schon so einiges aus dem Buch nachgebacken und wurde noch nie enttäuscht, angefangen von Bircher Müsli Muffins und Cream Cheese Biscuits über den Blueberry Lemon Coffee Cake, Raspberry Cheesecake Brownies, Marble Cake bis hin zum Sunshine White Chocolate Cheesecake und den Moccha Cupcakes. Hört sich gut an, oder? Übrigens, falls ihr euch darüber wundert: die Rezepte sind alle auf deutsch, haben aber sowohl einen deutschen als auch einen amerikanischen Namen.

Fazit

Gut, als bekennender Fan von Cynthia Barcomis Backbüchern fällt es mir schwer, hier objektiv zu bleiben. Aber ich sage mal soviel: ich habe es absolut nicht bereut, meine kleine Sammlung der drei zuvor erschienenen Bücher von Cynthia um dieses Buch zu erweitern - auch wenn es bereits in den früheren Büchern reichlich Rezepte für Muffins, Pies, Scones, Cookies und Cheesecakes gab. "Let's Bake" erweitert das Repertoire und bringt neues Gebäck ins Spiel, wie die Coffee Cakes, Whoopie Pies oder Cupcakes. Rezepte, die es so ähnlich schon in den früheren Büchern gab, wie Brownies oder Chocolate Chip Cookies, findet man hier in ihrer verbesserten "2.0 Version". Darüber hinaus gibt das Buch nicht nur einen umfangreichen Überblick über amerikanisches Backwerk, sondern enthält auch Rezepte für europäisches Gebäck: Baguette, Roggenbrot, Pain au Raisin oder Crostata, um nur einige zu nennen. So ist garantiert für jeden Geschmack und jeden Anlass etwas dabei. Egal ob Backanfänger oder fortgeschrittener Hobbybäcker: jeder, der gerne bäckt, wird seine Freude an diesem Buch haben. Also ab in die Küche, Schürze um, und let's bake!


"Let's Bake" von Cynthia Barcomi | erschienen im Mosaik Verlag | 160 Seiten | Hardcover, 21 x 27 cm | ISBN: 978-3-442-39242-1 | Preis 17,99 € [D]


Natürlich möchte ich euch jetzt eines der tollen Rezepte aus dem Buch mal genauer zeigen:


Pear or Apple Coffee Cake with Honey Glaze


Ein köstlicher Hefekuchen, der ein wenig an eine Pizza erinnert, aber einen viel weicheren und fluffigeren Teig 
hat. Darauf wird eine großzügige Schicht Äpfel- oder Birnenscheiben verteilt und eine unwiderstehliche Glasur 
mit Honig und Nüssen setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Eine einfache, aber geniale Kombination!



Zutaten für einen runden Coffee Cake (ca. 30 cm):

100 ml warmes Wasser
100 ml Milch (darf kalt sein)
3 EL Olivenöl
1 EL Honig
abgeriebene Schale von einer Bio-Orange
275 g Mehl
7 g Trockenhefe oder 21 g frische Hefe
1 TL Salz
50 g kernige Haferflocken

Glasur:

75 g Zucker
45 ml Milch
45 g Butter
90 g Honig
40 g Pekan- oder Walnüsse, fein gehackt
Polenta (für das Backblech)
 etwa 4-5 Birnen oder Äpfel, geschält, in 5 mm dicken Scheiben 

Warmes Wasser, Milch, Olivenöl, Honig und Orangenschale verrühren. Mehl, Salz und 
Haferflocken mischen. Die flüssigen Zutaten mit dem Holzlöffel oder Teigschaber zu
den trockenen Zutaten geben und 3 Min mit der Küchenmaschine oder einem Handmixer
mit Knethaken kneten. Der Teig ist recht weich und klebrig, das ist richtig so, nehmt
nicht mehr Mehl, sonst wird der Teig pappig. Auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche
geben und einige Minuten von Hand kneten. Der Teig bleibt weich und klebrig. Etwa 
1/2 TL Olivenöl in die Schüssel geben, den Teig darin rundherum wenden, mit einem feuchten Tuch bedecken und 1 Std gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

Alle Zutaten für die Glasur in einen Topf geben und 3 Min kochen. In eine Metallschüssel umfüllen, damit sie abkühlt und etwas eindickt. Ofen auf 205°C vorheizen und ein Backblech mit Polenta bestreuen. Nach einer Stunde den Teig vorsichtig niederboxen und auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ein wenig kneten. Direkt auf dem Blech zu einem ca. 1 cm dicken Kreis von ca. 30 cm Durchmesser ausbreiten. Einen Rand formen, indem man rundherum einen flachen Graben in den Teig drückt. Die Obstscheiben auf dem Teig arrangieren. Die Glasur darüber löffeln, dabei mindestens 2 cm Abstand vom Rand halten. 15 Min bei 205°C backen, dann die Farbe kontrollieren. Eventuell mit Küchenpapier abdecken und weitere 10 Min bei 195°C backen. Aus dem Ofen nehmen, wenn der Kuchen goldfarben ist. Auf einem Gitter auskühlen lassen.


Ich hoffe, das Backfieber hat euch angesteckt und vielleicht nutzt ihr ja das Wochenende, um etwas Leckeres für eure Lieben zu backen?

Liebste Grüße,
Isy

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