Süßer Hirsebrei mit frischen Früchten

Zunächst einmal eine kleine Geschichte zum heutigen Rezept:

Das erste Mal, das mir jemand von süßer Hirse erzählt hat, war vor ungefähr 3 Jahren. Ich weiß nicht mehr, wie wir darauf kamen, aber eine Freundin schwärmte in den höchsten Tönen von süßem Hirsebrei mit ganz viel Obst. Da ich ein großer Fan von Süßspeisen jeglicher Art und insbesondere von Milchreis und Grießbrei bin, war mein Interesse sofort geweckt. Also suchte ich mir ein Rezept und kochte munter drauf los. Es stellte sich allerdings heraus, dass es einiges zu beachten gibt, wenn man Hirsebrei kocht. Erst nach mehreren missglückten Versuchen hatte ich den Dreh wirklich raus - und war begeistert! Von da an kochte ich den Brei mehrmals im Monat. Doch nach einiger Zeit bin ich, aus rätselhaften, unerklärlichen Gründen, wieder davon abgekommen. Und so geriet die süße Hirse irgendwie völlig in Vergessenheit - bis vor drei Tagen.

Als Reaktion auf mein letztes Rezept, das orientalische Hähnchen mit Quinoa, fragte mich ein Freund, ob ich nicht auch Ideen für die schmackhafte Zubereitung von Gerstengraupen, roten Linsen oder Hirse auf Lager hätte. Und da fiel es mir wieder ein. Ich erinnerte mich plötzlich lebhaft daran, wie gerne ich früher Hirsebrei gegessen habe. Es erschreckte mich, dass ich so lange nicht einmal an Hirse gedacht, geschweige denn, welche gekocht hatte. Merkwürdig, nicht wahr?

Wie auch immer, jedenfalls bekam ich einen riesigen Appetit auf süße Hirse. Also habe ich in meinen alten Rezepten gekramt, die Zutaten besorgt und, nach einer gefühlten Ewigkeit, wieder süße Hirse gekocht.


Kommen wir nach dieser kleinen Episode nun zu den Dingen, die man beim Kochen von Hirsebrei beachten sollte. Es sind im Grunde dieselben, die auch für Grießbrei und Milchreis gelten:
  • Der Brei brennt leicht an - daher ist es wichtig, das Ganze immer im Auge zu behalten, fleißig zu rühren und den Herd nur auf kleine bis mittlere Stufe zu stellen. Die Hirse muss nicht wie wild kochen, sondern nur quellen.
  • Da die Hirse aufquillt, wird die Menge an Milch im Topf während der Zubereitung weniger. Deshalb muss man immer mal wieder etwas Milch dazugeben.
  • Es dauert seine Zeit, bis die Hirse weich ist. Habt also etwas Geduld und macht nicht den Fehler, die Temperatur zu erhöhen, um den Prozess zu beschleunigen.
So, das müssten die wichtigsten Punkte gewesen sein - wenn ihr die beachtet, kann eigentlich nix schief gehen ;-)


Das Tolle an der süßen Hirse sind die vielen Variationsmöglichkeiten - ihr könnt alle möglichen Obstsorten, Nüsse, Honig, Sirup, Kokos, Rosinen etc. dazugeben. Ich stelle euch hier ein Grundrezept vor und wie ich es verfeinert habe.

Zutaten für 1 Person:

 

  • 70 g Hirse
  • 300 ml Milch (+ ca. 200 ml Milch, die im Laufe des Kochens nachgefüllt werden)
  • 1 Prise Salz (ca. 1/8 TL)
  • 1/2 EL Honig (oder mehr, nach Geschmack, oder ein anderes Süßungsmittel)
  • 1 TL geriebene Zitronenschale
  • 1/2 Apfel, in Stücken
  • 1/2 Banane, in Scheiben

  • Toppings: Weintrauben, Himbeeren, Apfelstückchen, Bananenscheiben, Zuckerrübensirup und Mandelblättchen

Zubereitung:

 

Die Milch mit dem Salz aufkochen, die Hirse (und wenn ihr mögt, die Zitronenschale) dazugeben und ca. 45 Minuten bei schwacher Hitze quellen lassen. Rühren und Milch nachgießen nicht vergessen! Es soll ein sämiger Brei entstehen. Probiert einfach, ab wann die Hirse weich ist. Nach 30 Minuten könnt ihr den Apfel dazugeben, wenn ihr das möchtet, die Banane dagegen erst, wenn der Brei schon fertig ist. Mit dem Honig abschmecken. Nach Lust und Laune mit Toppings bestücken und warm oder kalt servieren. Guten Appetit!


Liebe Grüße, Isy

P.S.: Habt ihr auch schon mal ein Gericht, das ihr mochtet, völlig vergessen und später durch Zufall wieder entdeckt?

P.P.S.: Tom, ich danke dir  - ohne dich wäre der süße Hirsebrei nicht in mein Leben zurückgekehrt!

Kommentare:

  1. Dankeschön für die Anregung! Ich suchte ... und fand! Hmmmm ... ;)

    Liebe Grüße
    Llu ♥

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  2. Verlinkt auf meinem Blog ... ♥

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